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Die EU Finanzkrise und die Türkei

Schon seit Jahren wird der Türkei der EU Beitritt mit dem Argument verwehrt, sie sei finanziell noch nicht „reif“ dafür.  Auch die türkische Finanzlage hat bislang nie wirklich großes Entzücken hervorrufen können.  Das Momentane Dilemma mit dem EU Mitglied Griechenland dürfte bei dem ein oder anderen Türken jetzt die Schadenfreude wecken.

„Gold und Dollarreserven im Werte von rd. 200 Mill. $ stehen ausländische Forderungen von 800 Mill. $ gegenüber. Die langfristigen Schulden der machen mehr als 300 Mill. $ aus. Etwa 150. Mill. davon entfallen auf Investitions vorhaben, (hauptsächlich Industrieanlagen), 85 Mill. auf Anleihen der USA, 63 Mill. auf die Weltbank, während die Eximpbank sowie britische und französische Rüstungskredite auf 10 bis 15 Mill. $ kommen.

Die kurzfristigen Schulden erreichen 435′ Mill. $, 300 Mill.“ So äusserte sich die Zeit im Jahr 2008 zur Finanzlage der Türkei. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Diese Aussage zur türkischen Verschuldung ist nicht mehr ganz aktuell aber als Rückblick sehr passend.

Auch solche Artikel wie von  der Welt, spiegeln manche Meinung zur Türkei wieder. Aber in Zeiten in denen Griechenland am finanziellen Hungertuch nagt und der Euro auf einem Tiefflug ist, fragt man sich ob die Türkei überhaupt noch in die EU will. Jedenfalls spiegelt der aktuellste Artikel der Hürriyet eine gegenläufige Tendenz in der türkischen Bevölkerung wieder.

„Mag sein, dass man selbst Mängel hat, aber bestimmt nicht so viele Mängel wie EU-Mitglied Griechenland. Wäre es nicht besser, die EU würde von der Türkei lernen, statt umgekehrt?“

So Nouriel Roubini, ehemaliger Berater des US Finanzministeriums, in seinem Beitrag.

Er meinte des weiteren, dass die jetzige Krise nicht entstanden wäre, hätte Europa von den Erfahrungen der Türkei gelernt – denn im Jahr 2001 war es zu einem Zusammenbruch des Banksektors in der Türkei gekommen, und die türkische Regierung hatte diese Krise mit radikalen Reformen rasch gemeistert.

Mehr denn je empfinden sich die Türken als „gesünder“ und dynamischer als Europa;

Ökonomen rechnen der Türkei vor, dass man bis zum Jahr 2050 auch die reichsten Länder der EU wirtschaftlich überholen kann. Insofern nimmt man den Beitrittsprozess mittlerweile gelassen. Allein schon die Wachstumsrate: 6% erwartet man in Ankara für 2010. Davon ist die EU weit entfernt.

Quelle:  1. Artikel aus der Welt und 2. Artikel aus der Welt ; Die Zeit

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